#010 Mental Load: Ein perfekter Nährboden für Burnout & Angststörung
Shownotes
👉 https://angst-toolbox.de/check-podcast – Wenn Mental Load auch dein Thema ist: Mache jetzt den Nervensystem-Check (kostenlos) und finde endlich heraus, warum du trotz allem, was du schon weißt und versucht hast, nicht rauskommst.
Mental Load, Burnout und Angststörungen: In dieser Folge erfährst du, wie ständiger Stress und psychische Überlastung dein Wohlbefinden beeinflussen. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen mit Panikattacken, Erschöpfung und innerer Unruhe und zeige dir, wie du die Warnzeichen erkennst und erste Schritte zu mehr Lebensqualität gehst. Wenn du dich oft für andere verantwortlich fühlst, nicht abschalten kannst und ständig unter Strom stehst, solltest du diese Episode unbedingt hören. Erfahre, warum Mental Load heute so viele betrifft, wie du aus der Stressfalle aussteigst und warum du damit nicht allein bist.
━━━━━━━━━━━━━━━━━━ MEINE UNTERSTÜTZUNG FÜR DICH ━━━━━━━━━━━━━━━━━━
✅ NERVENSYSTEM-CHECK (kostenlos):
Angst, Panik, innere Unruhe, Erschöpfung, Schwindel – viele, die seit Jahren damit kämpfen, wissen gar nicht, dass der eigentliche Ursprung das Nervensystem ist. In wenigen Minuten und mit sofortigem Ergebnis deckst du erstmals auf, warum dein Nervensystem aus der Balance geraten ist – und bisherige Versuche keinen dauerhaften Erfolg gebracht haben. Viele beschreiben genau das als ihr erstes echtes Aha-Erlebnis: Erst wenn du weißt, warum dein Körper so reagiert, kannst du gezielt gegensteuern. 👉 https://angst-toolbox.de/check-podcast
💻 WEBINAR – Jeden Dienstag, 19:00 Uhr:
Ich erzähle offen, welche Veränderung in meiner Denkweise nach Jahren den Wendepunkt bei mir ausgelöst hat. Kostenlos, persönlich, mit Zeit für deine Fragen. 👉 https://angst-toolbox.de/webinar-podcast
🛠️ DIE ANGST-TOOLBOX:
Du weißt viel. Du hast vieles versucht. Und dein Körper fährt trotzdem nicht runter. Die Angst-Toolbox ist ein mehrmonatiges Online-Programm – auf Basis eigener Erfahrung, das dein Nervensystem in drei Phasen stabilisiert: Intensivphase, Integrationsphase und Stabilisierung & Rückfallschutz. Für alle, die morgens mit Angst aufwachen, sich im Daueralarm fühlen – und endlich echte Veränderung wollen statt weiterer Symptomverwaltung. Mit persönlicher Begleitung. 👉 https://angst-toolbox.de/podcast
ÜBER DIESEN KANAL:
Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.
Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Fühlst du dich oft zuständig für andere Menschen, bist permanent unter Strom und kannst auch im Bett nicht abschalten? Dann ist diese Folge genau richtig für dich, denn das Phänomen erleben immer mehr Menschen. Das Gute daran: Einmal erkannt, kannst du mit ein wenig Übung deine Lebensqualität deutlich erhöhen. Hallo, hier ist Axel. In diesem Podcast teile ich meine Erfahrungen mit Angststörung, Panikattacken und Burnout. Ich verstehe, was du durchmachst. Du bist nicht allein. Gemeinsam finden wir deinen Weg zur inneren Freiheit und mehr Lebensfreude. Denk immer daran: Die Inhalte dieses Podcasts dienen nur der Information und sind kein Ersatz für ärztliche oder therapeutische Hilfe.
00:01:31: Hast du an diese Ursache für Angst oder Depressionen schon mal gedacht: Mental Load? Das ist die psychische Belastung durch permanente Informationsaufnahme und deren Verarbeitung. Der Begriff wurde vor einigen Jahrzehnten ursprünglich für Frauen geprägt, weil Frauen oft – gerade auch heute – eine Kombination aus verschiedenen Aufgaben vereinen. Sie möchten eine gute Mutter sein, den Haushalt schmeißen, dann noch einem Job, also der Karriere, nachgehen und die ganze Lebensorganisation, oft auch Finanzen, dann die Schule der Kinder und deren Probleme. Da sich die Rollen aber immer mehr angeglichen haben, sagt man heutzutage, Mental Load ist ein Phänomen, das beide Geschlechter gleichermaßen betrifft.
00:03:03: Es sind vier Hauptcharakteristika, die diese mentale Überlastung – eigentlich müsste man sagen Overload – charakterisieren. Vielleicht schaust du mal selbst wie auf eine Art Checkliste, ob das bei dir auch zutrifft: Du stehst ständig auf Aufnahme, bist also immer empfänglich für Reize und Wünsche, Forderungen, Bitten anderer. Gleichzeitig möchtest du immer planen und organisieren, bist also auch in die Zukunft gerichtet und überlegst schon den nächsten und übernächsten Schritt, organisierst schon mal den Tag und die Woche durch.
00:04:34: Die dritte Sache ist: Du fühlst dich immer zuständig für andere. Obwohl du eine eigenständige Person bist, hast du das Gefühl – und das ist oft auch unbewusst –, dass du irgendwie immer für andere da sein musst. Wenn es an der Tür klingelt, bist du diejenige, die denkt: „Ja, wenn ich nicht gehe, dann wird die Tür eben nicht geöffnet. Ich muss dahin.“ So eine innere Verpflichtung – warum auch immer. Kenne ich übrigens sehr gut. Und dann, was auch noch sehr entscheidend ist: Selbst in Pausen oder wenn du abends und nachts im Bett liegst, denkst du nach und hast oft unbewusst das Gefühl, an etwas nicht gedacht oder jemanden vergessen zu haben. Egal wie sehr du dich bemühst, du hast permanent dieses ungute Gefühl, du verpasst oder vergisst etwas, und das ist wirklich permanent da, obwohl vielleicht nichts vergessen wurde. Das ist also eine Dauerschleife.
00:06:06: Dieser Mental Overload ist nicht natürlich, sondern er ist ein Ausdruck einer Lebensweise, für die wir nicht geschaffen sind. Wir sind dafür geschaffen, dass wir mit unserem Intellekt, mit unserem Gehirn Probleme lösen können. Wir können auch mal Sachen gleichzeitig machen, mehrere Stunden am Stück uns konzentrieren und arbeiten, aber wir brauchen auch Phasen am Tag, in denen das Gehirn abschaltet, in denen wir uns hängen lassen können. Und wir brauchen vor allem einen gesunden Nachtschlaf. Das weißt du ja, wenn du meine vorige Episode gehört hast, wie wichtig unser Nachtschlaf ist.
00:07:38: Wenn du dich aber jetzt bereits bei den Sachen, die ich erwähnt habe, ertappt fühlst, dann ist das schätzungsweise zumindest zum Teil ein Problem, das du hast. Und das ist überhaupt nicht schlimm, vor allem wenn du das erkennst. Das haben so viele Menschen, und es macht einen grundsätzlich jetzt auch erst mal nicht krank. Aber wenn du gleichzeitig dann auch in einer Krise steckst, dann könnte es da einen gewissen Zusammenhang geben. Das, was ich bisher genannt habe, das ist so – ich sag mal – das ist achtziger, neunziger oder zweitausender Jahre. Jetzt haben wir mittlerweile schon mehr als zwei Jahrzehnte weiter, und da sind noch ein paar Probleme dazugekommen, nämlich einmal die permanente Erreichbarkeit. Wir haben heute alle mindestens ein Handy, und für die von euch, die im Büro arbeiten: Das Handy ist ja nicht das einzige, unter dem man erreichbar ist, sondern es gibt mindestens drei, vier Software-Tools auf dem PC, die auch alle gleichzeitig irgendwelche Notifications werfen können: „Kannst du mal eben?“ oder „Kannst du mal das?“ Das hatten wir früher nicht. Das ist also erschwerend hinzugekommen.
00:09:09: Wir verbringen auch dank des Handys sogar unsere Minipausen noch mit Informationsaufnahme. Ich denke da jetzt spontan an die kleine Sitzung auf dem Klo, oder du gehst den Kaffee holen und trinkst den Kaffee – was machst du währenddessen? Du guckst aufs Handy, wenn du dich nicht gerade mit jemandem unterhältst. Warten an der roten Ampel, warten auf den Bus, warten in der Supermarktschlange – was tust du? Du guckst aufs Handy. Also, jetzt vielleicht du nicht, aber grundsätzlich tun das unheimlich viele. Das sieht man ja auch, und das ist ja verständlich – tue ich auch schon mal. Aber mittlerweile denke ich mehr daran, vielleicht auch mal das Handy in der Hosentasche zu lassen und mir diese kurze mentale Pause zu gönnen. Das muss man bewusst tun, weil der Automatismus sagt: Das Gehirn möchte weiter beschäftigt werden. Das hat auch einen biologischen Grund – Stichwort Dopamin, das Belohnungshormon. Dazu mache ich definitiv noch eine eigene Folge, ganz wichtig, weil das nämlich auch mit Süchten zu tun hat.
00:10:41: Dann Multitasking: Selbst wenn wir beschäftigt sind mit Informationsaufnahme oder -verarbeitung, möchten wir heutzutage gerne mehrere Sachen gleichzeitig tun. Das kann auch sein, indem wir mal eine Wartezeit – zum Beispiel während sich der Computer startet – überbrücken möchten, fangen wir etwas Neues an. Und wenn der Computer dann aber gestartet ist, dann haben wir plötzlich zwei Sachen gleichzeitig zu tun. Das nennt man Multitasking. Was dazu beiträgt, sind deine eigenen Ziele. Vielleicht hast du ja auch engagierte Ziele: Möchtest den Haushalt, dein Privatleben, dein Hobby, deine Arbeit eins, deinen Nebenjob zwei und vielleicht noch irgendwelche Projekte am Haus oder im Garten oder wo auch immer – alle dieses Jahr erledigen oder diesen Monat oder diese Woche. Und schon setzt du dich selbst unter Druck. Das sind die eigenen Ziele.
00:12:12: Dann kommt vielleicht noch dazu, dass du auch mehr oder weniger perfektionistisch unterwegs bist. Das heißt, du hast nicht nur viele Ziele, sondern du möchtest sie auch noch besonders gut erledigen, indem du einfach einen hohen Anspruch an dich selber hast – warum auch immer: weil du so gelernt hast, weil du nach außen hin auch einen guten Eindruck machen möchtest oder weil du selber stolz sein möchtest auf das, was du nachher an Ergebnis hervorbringst. Aber dieser Perfektionismus – das sag ich dir direkt jetzt – ist ein purer Stress-Treiber. Wohlgemerkt: nicht ganz einfach abzuschalten und muss auch nicht abgeschaltet werden. Das Bewusstsein, dass es so ist, ist oft schon genug. Und dann kommt als letzter wichtiger Punkt heutzutage noch erschwerend hinzu: Wir haben alle, oder die allermeisten von uns, zu wenig echte Erholung. Damit meine ich die Mikroerholung am Tag, also kleine Pausen – echte Pausen ohne Blick aufs Handy. Dann die Nachtruhe, wenn wir überhaupt schlafen können – das ist ja oftmals auch ein Problem. Und dann ein richtig verbrachter Urlaub über das Jahr verteilt oder mehrere Urlaube. Wir haben in Deutschland in der Regel bei Freizeitbeschäftigung zwischen 20 und 30 Tagen Urlaub. Frag dich mal selber: Nimmst du sie in diesem Jahr dann auch? Und zweite Frage: Nutzt du den Urlaub auch für Erholung für Körper und Geist, oder hast du vielleicht sogar im Urlaub Mental Load? Das kannst du nur selber beantworten.
00:13:44: Jetzt, wo ich das gerade so aufzähle, das sind ja alles Themen, bei denen wir uns doch mal ehrlich alle irgendwo ertappt fühlen. Und deswegen habe ich mir jetzt auch gerade überlegt: Ich werde für diese Themen, die ich gerade genannt habe, jeweils noch eigene Podcast-Folgen produzieren. Der Podcast ist ja noch jung, wir sind heute in der zehnten Folge, und ja, da haben wir noch einiges vor uns. Deswegen: Da gibt’s noch weitere Episoden, kannst dich drauf freuen, wenn es dich interessiert. Wenn du die nicht verpassen möchtest, dann würde ich dich bitten, unbedingt diesen Podcast zu folgen oder zu abonnieren. Dann bekommst du auch immer automatisch Bescheid, wenn ich etwas Neues veröffentliche. Jetzt stellen wir uns noch mal die Frage von Beginn: Kann es sein, dass Mental Load Panikattacken, Depressionen, Angststörung, Burnout, Erschöpfung und so weiter auslöst? Ja, die klare Antwort ist: Ja. Vielleicht ist es nicht der einzige Grund. Vielleicht hast du eine gewisse Sensibilisierung oder eine Vorgeschichte oder ein Trauma aus der Kindheit, was dann wieder reaktiviert wird. All diese Sachen können sein. Aber wenn dein Nervensystem überlastet ist, dann weiß der Körper oder die Psyche, also dein gesamter Organismus, irgendwann gar nicht weiter oder anders zu helfen, als die Notbremse zu ziehen. Und diese Notbremse ist extrem unangenehm. So ein richtig schöner, saftiger Burnout ist was Feines, das kann ich dir erzählen – und vielleicht weißt du’s ja auch selbst. Und deswegen sollten wir uns immer überlegen: Lohnt es sich denn, unseren Kopf so voll zu pumpen mit ständiger Information, ständig unter Strom stehen, mit ständiger Erreichbarkeit? Oder können wir nicht zwischendurch auch mal echte Pausen machen? Ich geh mal davon aus, du bist mehr oder weniger erwachsen. Dann übernimm Verantwortung für dich, wenn du gemerkt hast, da ist etwas im Argen. Wenn du das jetzt die letzten Minuten bemerkt hast, wirklich, kann ich dir nur ans Herz legen: Wenn du dich bei einigen Punkten wiedererkannt hast, die ich eben erklärt habe, und wenn du momentan in einer psychischen Krise steckst, die für dich sehr unangenehm bis sehr leidensvoll ist, dann hast du jetzt einen sehr wahrscheinlichen Grund, weshalb du in der Situation bist. Und das Gute an dieser Erkenntnis ist: Du hast jetzt den Beweis dafür, dass du nicht kaputt bist, dass du auch nicht in dem Sinne krank bist. Natürlich ist eine Depression oder auch eine Angststörung eine Krankheit, aber da ist nichts mit dir falsch – gar nicht, ganz im Gegenteil. Du bist einfach sehr empfänglich auch für gewisse Dinge. Dein Nervensystem ist einfach am absoluten Limit, und das ist der Grund. Und das ist auch etwas Körperliches. Deswegen ist der Weg daraus eine Kombination aus Nervensystem-Arbeit und natürlich auch psychischer Arbeit, wie zum Beispiel Entspannungstechniken. Oder wenn es bei dir wirklich auch hauptsächlich die Angststörung ist – dafür habe ich die Angst-Toolbox. Das ist ein Programm, das wirklich hilft, wenn man unter permanenten Ängsten leidet oder depressiven Verstimmungen, kombiniert mit Angst oder auch einem Burnout, einer Erschöpfung oder ständiger innerer Unruhe. Das ist ja auch so etwas, was einen im wahrsten Sinne des Wortes bewegt und was auch extrem unangenehm sein kann, obwohl es nichts Schlimmes ist. Es ist einfach ein Zeichen davon, dass die Stresshormone gerade Alarm schlagen, weil sie möchten, dass wir etwas ändern. Aber dieses Ändern ist halt wirklich nicht einfach. Deswegen schau mal, wenn du Interesse hast, rein in die Angst-Toolbox – kann ich nur empfehlen. Machen viele Menschen, die unter permanenter innerer Unruhe leiden, und es ist eine sehr hohe Erfolgsquote. Habe ich zusammen mit zwei weiteren ehemals Betroffenen erstellt. Das heißt, wir wissen auch, wie du dich fühlst, wenn du dich so fühlst, und natürlich auch, was hilft. Jo, das war jetzt genug Stoff. Das Thema Mental Load ist wichtig zu wissen und damit bewusst umzugehen. Also, wenn du das jetzt erkannt hast oder dich bei einigen Punkten ertappt fühlst, dann hast du jetzt etwas, an dem du arbeiten kannst. Also sieh’s positiv, und in der nächsten Folge schauen wir uns an, was das Thema Hochsensibilität mit psychischen Krisen zu tun hat. Und wir haben einen Test für dich, ob du eventuell auch zu den hochsensiblen Menschen gehörst – mit allen Vor- und Nachteilen. Bis dann.
Neuer Kommentar