#023 Die zwei Wörter, die dein Nervensystem retten können
Shownotes
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In dieser Folge spreche ich über den wahren Grund für Angst, Stress und Erschöpfung und verrate dir zwei einfache, aber kraftvolle Wörter, die alles verändern können. Du erfährst, warum dein Nervensystem auf Dauerstress reagiert, wie du erkennst, was dir zu viel geworden ist, und wie du mit kleinen Schritten zu mehr innerer Ruhe kommst. Perfekt, wenn du dich erschöpft, angespannt oder überfordert fühlst.
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Angst, Panik, innere Unruhe, Erschöpfung, Schwindel – viele, die seit Jahren damit kämpfen, wissen gar nicht, dass der eigentliche Ursprung das Nervensystem ist. In wenigen Minuten und mit sofortigem Ergebnis deckst du erstmals auf, warum dein Nervensystem aus der Balance geraten ist – und bisherige Versuche keinen dauerhaften Erfolg gebracht haben. Viele beschreiben genau das als ihr erstes echtes Aha-Erlebnis: Erst wenn du weißt, warum dein Körper so reagiert, kannst du gezielt gegensteuern. 👉 https://angst-toolbox.de/check-podcast
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ÜBER DIESEN KANAL:
Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.
Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.
Transkript anzeigen
00:00:00: Es gibt zwei ganz einfache Wörter, die du wirklich verstehst, die dein Leben mit Angst, Unruhe oder Erschöpfung verändern können. Zwei unscheinbare Wörter, die den Unterschied zwischen Dauerstress und innerer Ruhe ausmachen. In dieser Folge verrate ich dir, welche das sind und warum sie so kraftvoll wirken. Hallo, hier ist Axel. Ich teile meine Erfahrungen mit Angststörung, Panikattacken und Burnout. Ich verstehe, was du durchmachst. Du bist nicht allein. Gemeinsam finden wir deinen Weg zu innerer Freiheit und mehr Lebensfreude.
00:01:15: Bitte beachte: Meine Angststörung liegt jetzt schon ein paar Jahre zurück – und mir geht es sehr, sehr gut. Das habe ich dir in den letzten Folgen auch schon ausführlich erzählt. Trotzdem hatte ich Phasen, da wusste ich gar nicht mehr, warum es mir plötzlich wieder nicht so gut ging. Ich will nicht sagen, schlechter – es sind halt diese normalen Aufs und Abs, die jeder gesunde Mensch erlebt. Wenn man allerdings so eine Angststörung hinter sich hat, die bei mir jahrelang gedauert hat, geht immer ein gewisses Alarmsystem an. Man denkt in solchen Phasen – in denen man innerlich matt, vielleicht nicht so gut gelaunt, müde, erschöpft und unruhig ist – intensiver darüber nach, warum das wieder der Fall ist. Vielleicht kennst du das ja auch.
00:03:05: Ich möchte nicht sagen, dass es mir dann wirklich schlechter ging, aber diese etwas belastenderen Phasen waren manchmal nur wenige Stunden oder ein halber Tag – und am nächsten Tag war alles wieder gut. Dann überlege ich natürlich: Was war denn jetzt der Grund? War das zu anstrengend, was du da erlebt hast? Hast du wieder etwas getan, das dir keinen Spaß gemacht hat oder dich übernommen? Zu wenig geschlafen? Der Mensch strebt danach, Dinge zu verstehen – Gründe zu finden, um sie aktiv ändern zu können. Und ich möchte immer gerne wissen: Was war der Auslöser dafür, dass es mir gerade wieder so matt geht?
00:05:00: Ich habe versucht, das Ganze – auch für die Podcast-Episoden – mal auf einen Punkt zu bringen: Was ist bei mir der Grund, weshalb es mir zwischendurch so geht? Und es sind zwei Wörter, die das sehr treffend ausdrücken: zu viel. Ich merke immer wieder, wenn ich so kleine Phasen der Erschöpfung oder Unruhe habe – es war einfach wieder zu viel. Diese beiden Wörter drücken sehr universell aus, was passiert ist.
00:06:00: Eigentlich ist das ja gar nicht schlimm. Das Nervensystem reguliert sich, wenn man sich etwas Auszeit gönnt, Ruhe, etwas anderes tut, sich zurückzieht. Das hilft. Und dann geht’s auch wieder. Wenn es dir so geht wie mir, kannst du das vielleicht nachvollziehen. Ob du noch mitten in der akuten Phase deiner Angststörung oder deines Burnouts bist – oder schon in der Regeneration – immer wieder tauchen kleine Rückschritte auf. Und genau da ist “zu viel” ein gutes Stichwort.
00:07:30: Aus den zwei Wörtern “zu viel” kannst du auch sehr schön eines machen: weniger. Was das genau bedeutet, ist individuell völlig verschieden. Aber ich bin mir sicher, dass wir heute in vielen Dingen zu viel erleben, zu viel aufnehmen, zu viel machen, uns zu viel vornehmen. Vielleicht trägst du zu viel Verantwortung – für Dinge oder Menschen. Vielleicht planst du deinen Alltag oder Urlaub zu voll. Viele Klienten erzählen mir, dass sie im Urlaub jeden Tag Aktivitäten planen – und am Ende ist kaum Zeit für Erholung.
00:09:05: Ich hatte letztens einen Klienten im Coaching, der zweieinhalb Wochen mit seiner Familie in den USA war – zwölf Großstädte in 18 Tagen! Natürlich ist das ein Erlebnis, aber auch viel zu anstrengend, um wirklich zu regenerieren. Auch zu viel Lärm, zu viele Eindrücke, zu viel Social Media oder Nachrichten – all das überflutet unser Nervensystem. Wir merken oft gar nicht mehr, wie viele Sinneseindrücke täglich auf uns einwirken.
00:10:35: “Weniger” ist daher die Lösung. Das klingt banal, aber manchmal ist es genau das: einfache Schritte, weniger von dem, was zu viel ist. Es muss keine 180-Grad-Wende sein – kleine Anpassungen genügen. Das ist auch ein Schwerpunkt der Angst Toolbox, meinem Online-Programm für Angststörungen. Dort begleite ich dich Schritt für Schritt, damit du weniger machst und dein Nervensystem beruhigen kannst.
00:12:00: Viele Teilnehmer schätzen diese Struktur, weil sie dadurch konsequenter dranbleiben. Vielleicht kennst du das: Du nimmst dir etwas vor, ziehst es aber nicht lange durch, weil der Effekt nicht sofort spürbar ist oder es zu einfach wirkt. Dabei ist genau das der Schlüssel: Einfachheit. Und eine feste Struktur hilft, dranzubleiben.
00:13:15: Stell dir dein Nervensystem wie einen Laptop vor. Wenn zu viele Programme geöffnet sind, läuft der Lüfter ständig, das System überhitzt, der Akku wird leer. Und obwohl du das Gerät ans Netz hängst, arbeitest du weiter – es kann sich also nie richtig erholen. Genauso ist es mit uns. Wenn du dir keine Pausen gönnst, wird ständig Energie gezogen.
00:14:25: Dazu kommen die vielen zusätzlichen Reize, Verpflichtungen, Ideen und Wünsche. Sport zum Beispiel – auch das kann schnell zu viel werden, wenn du dir zu viel vornimmst. Oder der Sonntag: eigentlich ein Tag der Ruhe. Doch oft ist er mit privaten Terminen verplant. Überlege also: Was kannst du reduzieren? Du musst nicht alles verändern – ein, zwei Stellschrauben genügen oft schon.
00:15:35: Vielleicht fällt dir jetzt spontan etwas ein, das gerade zu viel ist. Schreib es ruhig auf – was du aufschreibst, bleibt länger im Gedächtnis. Weniger Termine, weniger Druck, weniger Müssen schaffen Raum für Ruhe. Und wenn sich Ruhe unangenehm anfühlt, lass sie trotzdem zu. Genau in diesem Raum kann sich dein Nervensystem regenerieren.
00:16:40: Du musst nicht alles ändern – im Gegenteil, zu viel Veränderung wäre wieder zusätzlicher Stress. Ein bisschen weniger kann Wunder wirken. Wo darf es heute ein bisschen weniger sein? Und welche Dinge kannst du grundsätzlich mal auf den Prüfstand stellen? Vielleicht sagst du ja: „Stimmt, da ist etwas zu viel in meinem Leben.“ Mach aus den zwei Wörtern “zu viel” ein Wort: “weniger”. Welche Dinge das betrifft, entscheidest du selbst. Vertraue deiner Intuition.
00:17:20: In der nächsten Episode spreche ich über ein Thema, das sich viele von euch wünschen: Medikamente bei Angststörungen oder Burnout. Ich erzähle euch von meinen eigenen Erfahrungen mit Antidepressiva und beruhigenden Substanzen – und was ich aus den Gesprächen mit Teilnehmern der Angst Toolbox gelernt habe. Ich freue mich, wenn ihr wieder dabei seid.
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