#027 Beruhigt Alkohol deine Angst – oder füttert er sie?
Shownotes
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Alkohol, Angststörung, Nervensystem – in dieser Folge spreche ich ehrlich darüber, wie der scheinbar beruhigende Drink am Abend dein Gehirn, deine Gefühle und deinen Schlaf beeinflusst. Ich teile meine eigenen Erfahrungen aus mehreren Angstepisoden, in denen Alkohol mir kurzfristig Mut gemacht, langfristig aber innere Unruhe, Schuldgefühle und „emotionalen Kater“ verstärkt hat.
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ÜBER DIESEN KANAL:
Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.
Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.
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00:00:00: Was passiert eigentlich in deinem Gehirn, wenn du Angst, innere Unruhe oder Erschöpfung hast? Alkohol fühlt sich erleichternd an und schlägt oft zurück. In dieser Folge verbinde ich meine ganz persönlichen Erfahrungen mit dem, was die Wissenschaft über Alkohol, Nervensystem und Angststörungen weiß.
00:00:22: Ja, dieses Thema ist wichtig, weil Alkohol eine legale, anerkannte, aber natürlich bekanntermaßen auch unterschätzte Droge ist. Und bei Angst wissen wir vielleicht alle – du aber, wenn du diese Episode hörst, wahrscheinlich auch aus deiner Erfahrung –, dass Alkohol bei Angst „hilft“. Und um es gleich vorwegzunehmen: Ich möchte nicht der Moralapostel in dieser Episode sein, der dir erklärt, wie gefährlich Alkohol ist, sondern ich möchte dir meine Erfahrung mitteilen, und die war nicht nur negativ mit Alkohol, und gleichzeitig aber auch ein bisschen den Hintergrund erklären, sodass du für dich selber einschätzen kannst, wie es sich mit diesem Thema verhält und wie du dann damit umgehst. Mir ist wirklich ganz wichtig, dass du sehr bewusst mit dem Thema umgehst. Und wende dich, wenn das für dich ein wunder Punkt ist oder eh eine Schwierigkeit darstellt – das Thema Alkohol ist ja nun mal nicht ganz so einfach zu handhaben – doch bitte auch an deinen Arzt, an deine Ärztin, an wen auch immer, der sich auskennt und dir auch helfen kann, wenn das für dich ein Thema ist. Das geht natürlich in dieser Episode so nicht. Allerdings kannst du später noch mal in den Kommentaren unter dieser Folge natürlich deine Erfahrungen sehr gerne mitteilen und auch eine Frage stellen, weil ich schau öfter rein und beantworte auch deine Frage dann persönlich.
00:01:41: Ich selber habe auch Erfahrung mit Alkohol. Ja, ich trinke ganz gerne mal zwischendurch ein Glas Bier, das habe ich auch schon öfter gesagt in diesem Podcast, und während meiner Angststörung habe ich auch nicht komplett drauf verzichtet. Und dieses Thema haben viele angefragt, und zwar so für alle in meinem Podcast, weil in der Angst-Toolbox – das ist mein Online-Programm – bei Angststörung geht es auch unter anderem um dieses Thema. Ich glaube, in der sechsten Themenwoche, da spreche ich grundsätzlich über viele körperliche Faktoren, die Ernährung, Verhaltensweisen, aber auch über Betäubungsmittel wie zum Beispiel Alkohol. Da gebe ich dann auch noch mal detaillierter Hintergrund.
00:02:26: Also, ich drücke jetzt mal zurück auf meine Krise. Ich bin ja auch relativ lange in der Angststörung, in der generalisierten Angststörung, gewesen und dort habe ich mehr oder weniger auch Alkohol getrunken, allerdings in verschiedenen Stufen. Mal habe ich auch gesagt, ich möchte jetzt gar nichts trinken, weil es ja auch allgemein empfohlen wird, gerade wenn man Medikamente nimmt, Antidepressiva. Und ich habe mir auch, um ganz ehrlich zu sein – und das kennst du ja hier von mir –, schon mal richtig die Kante gegeben, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe. Und der Effekt ist natürlich, wenn man Alkohol trinkt bei innerer Unruhe, bei Ängsten, vielleicht auch bei Panik, dass das erst mal wirkt. Da gibt’s einen schönen Effekt, bei manchen auch nicht. Ich habe auch gehört, dass manche dadurch ihre Panik verstärken. Bei mir war das eher so: Es hat mich beruhigt, und es hat mich mutig gemacht. Ich habe auch dann wieder Dinge wahrgenommen und erledigt, die ich gewissermaßen auch vermieden habe, zum Beispiel auch in größere Gruppen wieder zu gehen, auf Partys zu gehen, wo es natürlich dann sowieso Alkohol gibt. Das ist dann für mich sehr willkommen gewesen, ich habe das dann auch für mich genutzt.
00:03:35: Und was ich aber auch selber festgestellt habe: Ich bin zwar relativ schnell eingeschlafen, wenn ich abends Alkohol getrunken habe, konnte dann aber auch nachts nicht ganz so gut durchschlafen und habe auch großen Mist geträumt, also teilweise auch Angstträume, Albträume gehabt, die mit Sicherheit auch durch den Alkohol noch mal verstärkt worden sind. Und dann natürlich, ganz abgesehen davon, habe ich am nächsten Morgen den Alkohol gemerkt, hatte einen ganz schönen Ars… Rebound, eine gedrückte Stimmung, teilweise auch ein schlechtes Gewissen, dass ich mich wieder nicht im Griff hatte, und habe eine Zeit lang gebraucht, diesen Alkohol auch wieder abzubauen. Und dann ging’s im Laufe des Vormittags – mal ganz abgesehen davon, dass ich ja in der Angststörung war und noch genug andere Probleme hatte, mit denen ich mich beschäftigen musste oder die ich ertragen musste. Ja, diese Müdigkeit und die wieder aufkommende innere Unruhe und die Schuldgefühle am nächsten Tag, die haben mich auch immer wieder daran zweifeln lassen, ob es der richtige Weg ist, dass ich Alkohol trinke, obwohl ich gerade in einer psychischen Krise bin.
00:04:52: Trotzdem habe ich’s mir nicht verboten, das habe ich nämlich – oder zumindest später nicht mehr. In meiner ersten Episode, vor 13, 14 Jahren war die, da habe ich, in dem Moment, wo ich Antidepressiva verschrieben bekommen habe und natürlich auch in die Packungsbeilage geschaut habe, gesehen, dass da drin stand: Alkohol wird nicht empfohlen. Und manchmal steht ja auch in gewissen Medikamenten „auf gar keinen Fall mit Alkohol zusammen“, und bei manchen steht auch „nicht empfohlen“ oder manchmal auch gar keine Verbindung zu Alkohol. Ich habe mich dann arg selbst unter Druck gesetzt und habe mir gedacht: Naja, hoffentlich nehme ich das jetzt nicht so lange. Mal so ein paar Wochen ist überhaupt gar kein Thema. Nur, wenn ich jetzt gewusst hätte, dass ich es sechs Monate nehme, das ist dann schwierig, wenn man gerne ein Glas Bier trinkt. Wirklich diese sechs Monate komplett auf Alkohol zu verzichten, geht, aber man schränkt sich in seiner Lebensqualität doch ein, wenn man es gerne macht, und wirklich in Maßen und nicht immer in so dermaßen ungesundem Umfang.
00:05:58: Und ich habe, wie gesagt, damals in meiner ersten Angstepisode einige Wochen auf Alkohol verzichtet, wollte ganz vernünftig sein und habe auch den Drang jetzt gar nicht danach gespürt, weil ich andere Sorgen hatte. Ich wollte ja gesund werden und habe eine ganz große Hoffnung reingesteckt, dass es auch in wenigen Wochen wieder besser wird. Und in den Angstepisoden, die ich dann die Jahre danach hatte – du weißt das ja vielleicht aus meiner Geschichte, ich hatte vier Angstepisoden, alle dauerten so zwischen sechs und zwölf Monaten –, habe ich dann aber Alkohol getrunken und später dann auch wirklich gar keine Rücksicht mehr darauf genommen, dass ich Antidepressiva nehme, sondern: morgens Antidepressivum, abends Alkohol, und das eigentlich relativ regelmäßig. Und wie eingangs gesagt, ich habe mir zwischendurch auch wirklich mal die Kante gegeben und habe einfach das Leben zwischendurch mal genießen wollen, um es so auszudrücken, was ich selber sage: großer Fehler, dass ich das getan habe.
00:06:59: Ich habe dadurch schon hin und wieder auch mal wieder leben können und mich in Gesellschaft wohlgefühlt und mitgemacht, wenn angestoßen wurde. Aber ich habe natürlich damit auch versucht, meine Emotionen, meine Gefühle, meine Gedanken abzutöten, also das, was ich nicht fühlen wollte, zu unterdrücken. Und das ging ganz gut mit Alkohol, und das würde ich heutzutage so nicht mehr machen. Hier würde ich bewusster damit umgehen, weil du kennst mich ja, und du kennst auch vielleicht die Angst-Toolbox: Das Fließen auch von ungewünschten und unangenehmen Emotionen ist ja ein Teil des Genesungsprozesses, und das ist wichtig. Und wenn man das unterdrückt, dann ist das kontraproduktiv.
00:07:45: Was sagt denn die Wissenschaft? Was passiert denn im Gehirn bei Alkoholkonsum? Du kannst das eigentlich auch auf andere beruhigende Substanzen beziehen, aber ich möchte mich hauptsächlich um den Alkohol kümmern in dieser Folge. Und das ist natürlich eine ganz andere Geschichte: Hier wird von Alkohol grundsätzlich abgeraten. Also mittlerweile gibt es auch keine unbedenkliche Menge mehr. Früher waren es ja 20 g bei Männern und 10 g bei Frauen ungefähr pro Tag, mittlerweile sagt man, bei null ist die unbedenkliche Menge, also jeder kleine Tropfen Alkohol ist schädlich. Ja, ich würde das Ganze ein bisschen relativieren. Wie gesagt, das ist jetzt keine Empfehlung, sondern das ist einfach nur meine ehrliche Meinung. Aber wenn es um die Wechselwirkung von Alkohol mit psychischen Problemen, mit Ängsten, auch Depressionen geht, dann muss man das Ganze natürlich ein kleines bisschen anders betrachten.
00:08:48: Und es gibt die sogenannte GABA. GABA ist Gamma-Aminobuttersäure, das ist ein Neurotransmitter im Gehirn. Und dieser Neurotransmitter, der ist – oder alle Neurotransmitter oder auch Botenstoffe, Hormone, also alles, was sich so zwischen den Nervenzellen befindet, darüber habe ich schon öfter gesprochen – für die Übertragung von Informationen im zentralen Nervensystem zuständig und im Endeffekt auch dafür, wie du dich fühlst. Sie bestimmen also direkt deine Stimmung und deine Laune, wie du dich halt gerade fühlst: Angst – negativ, gute Laune, Mut – positiv. Und mit Alkohol kannst du nämlich dieses GABA verstärken, und dadurch wird die Nervenaktivität heruntergefahren, also gehemmt, wie elektrischer Widerstand, und das sorgt für Ruhe und Entspannung. Und das ist ja genau das, was man möchte, wenn man innerlich total unruhig ist, wenn man ängstlich ist, wenn man schlecht drauf ist.
00:09:51: Und gleichzeitig hemmt Alkohol das Stresssystem, nämlich das Stresshormon Noradrenalin. Und zusätzlich – also es gibt da wirklich drei Wirkungen – werden Dopamin und Serotonin freigesetzt. Dopamin ist das Belohnungshormon, und Serotonin ist das Glückshormon für eine gute Stimmung, auch bekannt. Und das alles zusammen erklärt das kurzzeitige Wohlgefühl. Das Nervensystem geht in den Parasympathikus, in den Entspannungsmodus, und gleichzeitig kommen Belohnungshormone raus. Und das ist natürlich etwas Schönes. Das ist grundsätzlich die Wirkung von Alkohol, und wenn man in einer angespannten Lage ist, in einer Angststörung steckt, dann ist das natürlich total willkommen.
00:10:47: Was aber dann passiert: Irgendwann werden diese Botenstoffe wieder in den normalen Zustand versetzt, das heißt, sie werden abgebaut oder zurückreguliert. Und das geschieht natürlich dann schon wenige Stunden nach Einnahme des Alkohols. Und dies merkt man dann nachts und auch morgens, und die Verstärkung der Angst am Folgetag wird natürlich dadurch begünstigt. Und das erklärt auch diesen Kater, dieses gegenteilige Gefühl einfach, dass da wieder Aufregung, innere Unruhe und auch eine gedrückte Stimmung am nächsten Tag herrscht nach Alkoholkonsum. Man kann da so sagen – und immer wieder mit einem Bild, mit einer Metapher –: Alkohol ist wie ein emotionaler Lichtschalter. Er macht es kurz hell, aber danach erscheint der Raum dunkler als zuvor. Also du kannst regulieren, was du fühlst, musst aber damit rechnen, dass es erst mal wieder schlimmer wird, und zwar schlimmer, als wenn du jetzt keinen Alkohol getrunken hättest.
00:11:56: Und gerade, wenn du in einer Angststörung steckst oder in einer dauerhaften emotionalen Erschöpfung – und das tust du ja vielleicht, wenn du diese Folge hörst –, dann reagiert das Nervensystem besonders empfindlich auf Schwankungen. Und wenn du das dann jeden Tag tust, jeden Tag, ich sag mal, einmal abends Alkohol trinkst, und zwar relativ viel, und dann ins Bett gehst, dann hast du diese Schwankungen ja noch mal zusätzlich zu deinem normalen Biorhythmus jeden Tag, und das ist natürlich fürs Nervensystem nicht gut. Deswegen ist Alkohol hier nicht die Lösung, natürlich nicht. Klar, in der Angst-Toolbox erkläre ich ja auch einen ganz gesunden Umgang, wenn du nicht auf Alkohol verzichten möchtest. Aber ich möchte das auch noch mal klar zusammenfassen: Also, wissenschaftlich betrachtet sagt man, dass in deinem Gehirn die beruhigenden Botenstoffe verstärkt werden, die dich beruhigen, die ein Wohlgefühl erzeugen. Danach gibt’s einen Rebound – schlechter als vorher – und das Ganze macht gerade bei einer Angststörung mit dem Nervensystem eine Achterbahnfahrt. Das ist natürlich im Endeffekt nicht schön.
00:13:09: Abgesehen davon das schlechte Gewissen, wie die Angst davor, durch den Alkohol erst recht krank zu werden. Und aus wissenschaftlicher Sicht sind betäubende Substanzen – und allen voran der Alkohol – also absolut nicht zu empfehlen. Meine persönliche Meinung sagt: Ja, ich weiß das, und ich habe das auch alles damals gewusst. Gut, ich habe mich auch durch mein Psychologiestudium ein bisschen mehr damit auseinandergesetzt in den letzten Jahren. Aber grundsätzlich: Sollte ich irgendwann mal wieder in eine Angstepisode kommen – das kann man ja nie 100% ausschließen –, dann würde ich mir Alkohol ehrlich gesagt nicht komplett verbieten. Ich würde es aber anders aufstellen und ein bisschen bewusster.
00:13:57: Und das möchte ich dir so als Fazit der Episode noch mal zusammenfassen, und dieses Fazit heißt: Alkohol grundsätzlich zum Genuss – ja; zum Betäuben – nein. Das ist eigentlich ganz einfach, dieser Satz. Und auf die Wechselwirkung von Alkohol mit Antidepressiva oder mit anderen Psychopharmaka möchte ich nicht wirklich eingehen, weil das liegt auch ganz stark an dem Medikament. Und da möchte ich dich bitten: Sprich mit deinem Arzt, sprich mit deinem Apotheker darüber, also jemandem, der sich medizinisch auch gut auskennt, oder mit deinem Psychiater, und fordere möglichst eine ehrliche, offene und passende Meinung ein. Weil die Moralapostel, die auf gar keinen Fall, weil sie vielleicht selber keinen Alkohol trinken, überhaupt gar kein Verständnis haben.
00:14:49: Mir hat’s glücklicherweise damals meine Psychotherapeutin gesagt: „Naja, ab und zu mal ein Glas Bier ist kein Problem, selbst wenn man Antidepressiva nimmt.“ Es ist aber keine Empfehlung, das muss jeder wirklich selber mit seiner Fachperson bitte abstimmen. Zu diesem Satz „zum Genuss – ja; zum Betäuben – nein“ ergänze bitte „in Maßen“. Also das besagte Glas Wein oder Glas Bier am Abend ist grundsätzlich in Ordnung, würde ich sagen, ohne damit eine allgemeine Empfehlung auszusprechen.
00:15:32: Und was auch noch wichtig ist: In der Podcastfolge mit dem Schlaf – ist jetzt schon einige Monate her – habe ich auch mal erwähnt: Wenn du gerne ein Glas Bier oder ein Glas Wein trinkst, dann möglichst abends und nicht zu spät, und zwar nicht zu spät vorm Ins-Bett-Gehen oder nicht so nah am Ins-Bett-Gehen. Ich sag mal das Beispiel: Wenn du jetzt um 18:00 Uhr ein Bier trinkst, dann kannst du davon ausgehen, dass ein Großteil bis 23, 24 Uhr nachts wieder abgebaut ist, sodass du gesunden Schlaf bekommst. Schlaf ist nämlich mit der wichtigste Regenerationsprozess, gerade bei einer Angststörung, und den sollten wir möglichst nicht stören.
00:16:24: Ich weiß ja nicht, wie gut du schläfst, aber egal, immer wenn du im Bett liegst, ob du jetzt tief schläfst oder ob du viel wach liegst, deine Psyche und dein Körper erholen sich. Und wenn Alkohol noch abgebaut werden muss in dieser Zeit, dann ist der gesamte Organismus damit beschäftigt, diesen Alkohol abzubauen, und alle anderen Körperzellen werden erst mal vernachlässigt. Also der sonstige Regenerationsprozess wird heruntergefahren, wird weniger ausgeführt, als er es müsste. Also: Um 18:00 Uhr ein Bierchen, dann nicht mehr, und dann nicht besoffen ins Bett gehen.
00:17:10: Dann möchte ich dich ermutigen, dich selbst zu beobachten, achtsam mit dem Alkohol umzugehen. Wenn du gerne hin und wieder Alkohol trinkst, frag dich: Wann trinke ich aus Genuss und wann als Flucht, wenn du Emotionen, Gefühle und Gedanken unterdrücken möchtest? Da gibt’s bessere Wege. Auch wenn du da Fragen hast, dann schreib gerne in die Kommentare. Ansonsten schreib mich gerne an oder buch dir die Toolbox, und da erfährst du Möglichkeiten, wie man besser mit Emotionen umgeht und dadurch auch den Regenerationsprozess nicht versucht zu unterdrücken. Dann kann ich jetzt sagen: Verlängert man den Regenerationsprozess, dann dauern manche psychischen Probleme auch länger als nötig.
00:18:10: Bitte schreib gerne mal in die Kommentare, wie du mit Alkohol – wenn du das möchtest, nur wenn du willst – umgehst, was du für Erfahrungen auch gemacht hast: vielleicht „nie wieder“ oder du siehst es als unproblematisch. Also ich möchte da wirklich auch gerne eine offene Diskussion mal anregen, und ich werde auch gegebenenfalls darauf antworten und kommentieren. Ich lese mir das alles bei Gelegenheit durch.
00:18:44: Und abschließend möchte ich dir einen Satz sagen, der wahrscheinlich allgemeingültig ist, egal ob du jetzt Alkohol trinkst oder nicht: Es geht nicht darum, perfekt zu leben, sondern achtsam, liebevoll und ehrlich mit sich selbst umzugehen. Du bist dein Chef. Du entscheidest über deine Gesundheit. Du entscheidest ja auch, ob du ein Medikament, das dir empfohlen wird, nimmst oder nicht. Da kann ja nicht dein Arzt hinter dir stehen und gucken, dass du das regelmäßig nimmst. Du bist ja kein kleines Kind, nehme ich an. Und genauso verhält es sich auch mit dem Alkohol. Hier geht es wirklich um Selbstverantwortung.
00:19:38: Und wie gesagt, ich habe jetzt komplett darüber gesprochen. Das ist auch gewissermaßen gefährlich, und deswegen habe ich auch diese Produktion der Folge ein bisschen hinausgezögert. Aber mir ist es wichtig, darüber zu sprechen, weil das Thema vielen, vielen unter den Nägeln brennt. Und du kannst mich gerne direkt kontaktieren, wenn du dazu Fragen hast. Es ist wirklich wichtig, dieses Thema auch nicht zu tabuisieren, aber gleichzeitig möchte ich auf keinen Fall dazu aufrufen, jetzt Alkohol verstärkt zu trinken, weil meine Erfahrung damit gar nicht so schlimm war. Das möchte ich auf gar keinen Fall. Da ist dann die wissenschaftliche Sicht eher die maßgebende.
00:20:34: Und in der nächsten Episode, die ich auch schon vorbereitet habe, da möchte ich noch mal auf das Thema der Morgenangst eingehen. Ich hatte ja schon mal eine komplette Folge darüber, das war die erste in diesem Podcast: Warum die Angst morgens sich immer am stärksten anfühlt. Und ich möchte dieses Thema noch mal aufrollen, weil es doch immer wieder die Menschen beschäftigt, verständlicherweise. Aber ich möchte dir diesmal eine Übung zeigen, mit der du diese belastenden Emotionen ein wenig abmildern kannst, eine wirklich effektive kleine Übung, die dir hilft, morgens ein Stück entspannter aufzuwachen. Wenn dich das interessiert, freue ich mich, wenn du in der nächsten Folge wieder dabei bist.
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