#035 Benommenheit ohne Angst? Warum genau das dein Nervensystem überfordert (paradox, aber wahr)

Shownotes

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Du wachst auf und fühlst dich sofort benommen, irgendwie neben dir – als würdest du nicht richtig im Leben stehen. Viele halten das für etwas Gefährliches, dabei ist es oft eine Form von Derealisation durch ein überlastetes Nervensystem. Dein Körper steckt in Daueranspannung, auch wenn du es nicht immer als Angst erkennst. Wenn du verstehst, was wirklich dahintersteckt, kannst du anfangen, dich Schritt für Schritt daraus zu lösen.

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ÜBER DIESEN KANAL:

Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.

Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.

Transkript anzeigen

00:00:01: Kennst du dieses Gefühl, als wärst du nicht ganz da?

00:00:05: Wie in einem Tunnel leicht benommen irgendwie neben dir und egal was du tust es geht einfach nicht weg.

00:00:13: In dieser Folge erfährst Du warum genau das passiert und was dein Nervensystem Dir damit eigentlich sagen will.

00:00:25: Hallo hier ist Axel!

00:00:27: In diesem Podcast teile ich meine Erfahrung mit Angststörung Panikattacken und Burnout.

00:00:33: Ich verstehe, was du durchmachst.

00:00:34: Du bist nicht allein!

00:00:36: Gemeinsam finden wir deinen Weg zur Innerer Freiheit und mehr Lebensfreude.

00:01:04: psychische Krise hat, nur dann bewertet man es halt eben nicht oder nicht so sehr.

00:01:08: Und deswegen finde ich dieses Symptom der Benommenheit nämlich mal ganz wichtig und ich weiß auch dass es vielen von euch so geht das ihr euch hin- und wieder so abgeschlagen so ja matt trüb müde schwindelig also so.

00:01:25: diese das ist ja diese.

00:01:27: diese Symptomengruppe fühlt aber benommenheit glaube ich triffts ganz gut vom Begriff her Und dieses Gefühl nicht ganz da zu sein.

00:01:37: Das ist etwas, was ihr häufig berichtet in der Angst-Toolbox und deswegen weiß ich, dass euch das sehr zu schaffen macht.

00:01:46: Ihr fühlt euch wie in Watte, habt so eine Art Tunnelblick ... und ja halt eben benommen!

00:01:52: Und das ist ja an sich nur ne, ich sag mal ne temporäre Einschränkung.

00:01:58: Na gut die kann schon mal ne Zeit lang gehen Aber eigentlich ja nichts Schlimmes.

00:02:02: Es tut nicht weh, aber weil es sich komisch anfühlt und man in dem Moment auch nicht so richtig agieren kann... Das ist schränkt einem ja kognitiv in dem ein was man machen möchte Und das macht einen Angst.

00:02:22: Natürlich immer die Frage im Hintergrund oder im Hinterkopf Was ist das?

00:02:27: Ist das gefährlich?

00:02:28: Wo kommt das her?

00:02:30: Vor allem bleibt das jetzt für immer.

00:02:33: Ich weiß ja nicht, ob du das auch denkst also ich kenne diese Gedanken sind natürlich völlig unbegründet aber in dem Moment ist dass die pure Wahrheit, die man empfindet und deswegen ist es ernst zu nehmen, dass man so denkt.

00:02:45: Aber in Wirklichkeit ist Es Nicht Schlimm Dass Man So Fühlt.

00:02:50: Und Was Ich mich Immer gefragt habe?

00:02:53: Ich hab das versucht In So Eine Schublade Zu Stecken Ist Das Jetzt Angst oder ist das Jetzt Depression was Du Da fühlst?

00:03:01: Und genau diese Frage, allein diese Begrifflichkeiten haben mich extrem verunsichert.

00:03:08: Ja und jetzt fühle ich mich ja schon seit längerem viel besser und ich weiß dass ihr teilweise täglich unter diesen Symptomen leidet das sie euch zu schaffen machen?

00:03:22: Ich möchte euch beruhigen, ich möchte euch einen Ausblick geben was es eigentlich auch nichts anderes ist als ein Ausdruck von eurem Körper und natürlich auch mit einer gewissen Message.

00:03:36: Was möchte euch das Nervensystem, euer Nervenystem mit dieser Benommenheit eigentlich sagen?

00:03:46: Und du kennst mich ja!

00:03:47: Ich benutze ganz gerne Bilder Metaphern und auch hierfür habe ich natürlich eine Metapher.

00:03:54: wenn du dich benommen fühlst also du möchtest deinen Tag irgendwie verbringen Fühlst dich wahrscheinlich nicht voller Energie, logischerweise.

00:04:06: Aber du möchtest auf jeden Fall deine Beschäftigung nachgehen was ja auch eigentlich richtig ist damit du nicht so komplett in diesen Symptomen versinkt sondern eine gewisse Ablenkung oder eine gewissen Struktur Ist ja wichtig und dein Körper ist wie ein Auto im Standgas das heißt Du fühlst Dich wie eine Maschine, ein Auto ist etwas was du dir sicherlich gut vorstellen kannst und du möchtest gerne dass das Auto fährt aber es holt nur auf und bewegt sich nicht oder nur wenig.

00:04:47: Das heißt der Motor läuft auf Hochtouren aber du fährst nicht los und das ist ne ganz schöne Metapher dafür dass ich die Energie in dir anstaut und nicht abgebaut wird, und dadurch auch ein Gefühl von Unwirklichkeit.

00:05:06: Von Benommenheit entsteht!

00:05:09: Du hast also in dir einen Überschuss eine Energie die nicht rausgeht.

00:05:14: gleichzeitig fühlte sich aber überhaupt nicht so an dass du Energie geladen bist weil du nämlich erschöpft bist.

00:05:22: So wichtig ist Und deswegen dieses Auto als ja zugegebenermaßen so'n bisschen seltsame Metapher.

00:05:31: Das Auto ist ja, in dem Moment wenn du das Gaspedal trittst aber kein Gang eingelegt hast nicht kaputt.

00:05:40: Sondern es ist in dem moment wie ein Bedienfehler und für dich persönlich auf deinen Körper bezogen bedeutet dass Du bist nicht kaput wenn du so fühlst sondern du bist überaktiv!

00:05:54: Du hast Energie bzw.

00:05:57: du hast Stresshormone in deinem Blut nämlich Cortisol Adrenalin, No-Adrenalin und davon hast du so viel dass du das fühlst.

00:06:10: Und dadurch dass du es nicht abgebaut bekommst über einen kürzeren Zeitraum wie es eigentlich gesund wäre ist es für dich unangenehm bis hin zu extrem fies!

00:06:22: Du möchtest es weg haben und dann kommt natürlich auch noch dein Körper nein nicht deinen Körper dein Kopf dazu und schaltet sich ein und möchte eine Lösung finden und möchte vor allem auch verstehen, warum das so ist.

00:06:34: Und dann kommen diese katastrophisierenden Gedanken noch hinzu.

00:06:38: Das ist alles andere als förderlich natürlich – das weißt du!

00:06:43: Ja was passiert wirklich in dir?

00:06:45: Cortisol hatte ich bereits erwähnt.

00:06:49: Der Sympathikus, das ist der aktive Teil deines autonomen oder vegetativen Nervensystems.

00:06:56: Dieser Teil isst der Stärkere Und deswegen spürst du nicht nur eine Benommenheit, sondern oft auch so ne innere Unruhe.

00:07:05: Du ziehst dich gleichzeitig zurück... ...du grübelst,... die Energie bleibt in deinem Körper gefangen!

00:07:11: Du legst dich vielleicht ins Bett oder setz dich aufs Sofa,... lässt sich krank schreiben bis den ganzen Tag zu Hause und dann geht es eigentlich so richtig los mit deinen Symptomen.

00:07:22: Du fühlst dich zunehmend erschöpft obwohl du dich ausruhst und deine Gedankenspirale kommt so richtig ans Laufen Und daraus kann auch die sogenannte D-Realisation entstehen.

00:07:37: Und D-realisation oder kurz DR-Zustände, also du fühlst dich in dem Moment nicht wirklich da sondern wie in so einem Tunnel... Also ganz ehrlich ich habe das ja ganz viel gehabt.

00:07:53: Das war mein Hauptsymptom während meiner Angststörung.

00:07:56: Ich hab überhaupt nicht gewusst wie man es beschreiben soll dem Therapeuten oder dem Arzt gegenüber.

00:08:02: Ich habe das mit dem Tunnel versucht zu beschreiben und irgendwann später wurde mir klar, dass sind DR-Gefühle also D-Realisationssymptome Und die haben mir Angst gemacht.

00:08:16: Es gibt ja auch die Depersonalisierung.

00:08:18: Symptome Dass man das Gefühl hat neben sich zu stehen Also nicht in seinem Körper selbst zu sein Ja auch sehr unangenehm War bei mir aber weniger der Fall.

00:08:28: Das sind eher diese Derealisationsbenommenheitsgefühle gewesen und die sind eine Schutzreaktion des Körpers, um Energie zu sparen Und viele erleben das auch über lange Zeit zwar jetzt nicht immer durchgehend Über Wochen Monate Aber ich sage mal jeden Tag und dann ist vielleicht abends wieder ein bisschen besser dass es so das typische Muster was sich ganz oft auch höre ja wenn du das hörst und dich darin wiedererkennst.

00:09:01: Und vielleicht denkst, ja alles schon gehört.

00:09:05: ich habe schon so viel ausprobiert und kommen da trotzdem nicht raus.

00:09:09: dafür habe Ich einen also speziell für euch die viel wissen aber trotzdem feststecken eine kleine einordnung einen selbst check gebaut.

00:09:21: ganz neu auf meiner website hab diesen nervensystem check so nenne ich ihn in der letzten Folge auch mal ausführlich beschrieben.

00:09:32: Den habe ich für euch gebaut, sind ein paar Fragen.

00:09:36: die führen euch mal zu einem ganz anderen Ergebnis also einen Ergebnis das ihr so wahrscheinlich noch nicht erwartet habt.

00:09:43: und da kommt nicht raus.

00:09:44: sowas wie naja mach jeden tag mal eine Übung eine Meditation und dann wird es dir besser gehen weil du das schätzungsweise alles schon probiert hast.

00:09:53: Und deswegen macht das mal, du wirst merken dass ich einen anderen Ansatz gewählt habe.

00:10:02: Dass Du so eine Art Typisierung Deines Nervensystems vornimmst, verstehst warum gewisse Dinge gewisse Maßnahmen bisher bei Dir einfach vielleicht noch nicht gewirkt haben auch wenn Du sie schon jahrelang ausprobierst oder ganz viele Sachen ausprobiert hast und was ein besserer Ansatz wäre.

00:10:22: Im Puls ist ein Angebot für dich natürlich komplett kostenlos, auch unverbindlich und ist in wenigen Minuten durchgeklickt.

00:10:29: Kannst ja mal schauen.

00:10:30: nach dieser Folge kannst du in die Beschreibung gucken.

00:10:34: da habe ich den Link hinterlegt.

00:10:36: Mal zurück zur Benommenheit zur Derealisation.

00:10:41: Wie gehst du denn am besten damit um?

00:10:43: Also erstmal Es ist nicht gefährlich.

00:10:46: Nein es ist nicht gefährlich das brauchst du nicht zu denken.

00:10:49: Bitte sagt dem Gedanken, der sich meldet auch nein es ist nicht gefährlich.

00:10:54: Du weißt das und du bist dir jetzt

00:10:55: sicher.".

00:10:56: Das ist wirklich wichtig dass du dir das selber sagst Auch wenn natürlich dein Nervensystem dadurch nicht immer erreicht wird.

00:11:02: Aber trotzdem die Gefahr.

00:11:06: Einschätzung brauchst du an der Stelle nicht vornehmen.

00:11:09: Es ist ein ganz normaler Prozess eine ganz normale Reaktion eines Nerven Systems.

00:11:15: Was kannst du konkret tun?

00:11:17: In erster Linie bewegen Und zwar sanfte Bewegung.

00:11:21: Du musst keinen Marathon laufen, du musst jetzt nicht ins Fitnessstudio und du musst auch nicht unbedingt joggen gehen.

00:11:26: Ich habe zwar joggen bevorzugt weil ich es auch immer ganz gerne mache auch immer noch aber Es würde zum Beispiel ein einfacher kleiner Spaziergang reichen und zwar draußen Ganz ohne Druck und in deinem Tempo und so wie du's möchtest.

00:11:43: Geh durchs Dorf durch die Stadt durch den Wald.

00:11:47: je natürlicher desto besser.

00:11:48: klar Ideal ist mit Vogelgezwitscher, bei leichtem Sonnenschein im Wald.

00:11:53: Klar logisch aber man hat das ja nicht immer.

00:11:57: und dann noch wichtig Und das ist ein Rezept dass es wirklich wirklich wichtig für solche Symptome.

00:12:04: Nimm einfach mal es an wie es ist.

00:12:06: Es ist nicht gefährlich.

00:12:09: Akzeptiere dieses Zauberwort akzeptiere akzeptier diese Symptomatik.

00:12:16: Sie geht irgendwann weg Aber bekämpft sie jetzt dicht.

00:12:20: dieses weg haben wollen ist neuer Stress.

00:12:23: Das brauchst du in dem Moment nicht, bewege dich langsam und lenke dich ein wenig ab.

00:12:28: Und wenn du dich nicht ablegen kannst und es im Hintergrund immer spürst – das ist nie schlimm!

00:12:35: Nimm es wahr, lass es da sein und irgendwann wird die Benommenheit von Natur aus weniger.

00:12:42: Nach der Bewegung kannst du noch einen etwas tieferen Ansatz anwenden und zwar deinem Körper Sicherheit geben Sicherheit spüren und nicht denken, nicht analysieren.

00:12:56: Wie kriegst du Sicherheit?

00:12:58: Ja grundsätzlich erstmal durch Freiraum, durch Bewegung mal raus aus den eigenen Wänden, durch Berührung mit anderen Menschen.

00:13:07: vielleicht ne sanfte Massage, Wärme eine heiße Dusche.

00:13:13: ich gehe gerne in die Sauna Und erkenne einfach das dein Gehirn deine Gedanken also deine Kognition dir aktuell nicht weiterhelfen kann.

00:13:24: Ganz im Gegenteil, macht wahrscheinlich die Situation noch ein bisschen komplizierter.

00:13:29: also geh von dem Kopf raus in deinen Körper und gib deinem Körper alles was so natürlich ist Bewegung Licht Wärme Nähe zu anderen auch wichtig Und wenn du gerne allein bist das auch völlig in Ordnung.

00:13:49: Das ist übrigens auch ein zentraler Bestandteil meiner Angst Toolbox.

00:13:54: Das ist mein mehrmonatiges Online-Programm mit persönlicher Begleitung und da geht es wirklich um die nachhaltige Stabilisierung deines Nervensystems.

00:14:03: Ich hätte ganz gerne, dass du wenn du möchtest in die Kommentare unter diesem Podcast, unter dieser Folge mal deine Erfahrungen mit Benommenheit oder Derealisation reinschreibst.

00:14:20: kennst du dieses Gefühl von nicht ganz da sein?

00:14:24: Hast du es aktuell?

00:14:25: oder drittes bei dir Phasenweise auf?

00:14:27: Hast Du Erfahrung gemacht?

00:14:30: Schreib es gerne in die Kommentare.

00:14:32: Ich lese alles, zwar nicht sofort aber im Laufe der nächsten Wochen lese ich mir wirklich alles durch und gegebenenfalls antworte ich auch.

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