#037 Angststörung: Wann Ablenkung dir wirklich hilft (egal was andere sagen)

Shownotes

👉 https://angst-toolbox.de/check-podcast – Wenn du auch ständig deine Symptome beobachtest: Mache jetzt den Nervensystem-Check (kostenlos) und finde endlich heraus, warum du trotz allem, was du schon weißt und versucht hast, nicht rauskommst.

Du kennst das: Dein Körper spielt verrückt, die innere Unruhe ist ständig da und du versuchst, alles richtig zu machen – doch es wird nicht besser. In dieser Folge erfährst du, warum der ständige Fokus auf deine Symptome dein Nervensystem eher aktiviert als beruhigt. Ich zeige dir, wie sinnvolle mentale Beschäftigung dir helfen kann, aus Grübeln, Daueranspannung und Angst auszusteigen. Nicht durch Wegdrücken – sondern indem du lernst, deine Aufmerksamkeit neu auszurichten.

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ÜBER DIESEN KANAL:

Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.

Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.

Transkript anzeigen

00:00:01: Viele sagen dir, du darfst dich beangst auf keinen Fall ablenken.

00:00:06: Doch genau das kann dich in einem endlosen Kreislauf gefangen halten!

00:00:11: In dieser Folge zeige ich dir, warum der richtige Umgang mit Ablenkung ein echter Wendepunkt sein kann.

00:00:25: Hallo hier ist Axel.

00:00:27: In diesem Podcast teile ich meine Erfahrungen mit Angststörung Panikattacken und Burnout.

00:00:33: Ich verstehe was Du durchmachst – Du bist nicht allein.

00:00:36: Gemeinsam finden wir deinen Weg zu innerer Freiheit und mehr Lebensfreude.

00:00:51: Und es war unglaublich anstrengend.

00:01:13: Du kennst das ja vielleicht auch, wenn du in dieser Situation bist mit der ständigen Unruhe mit Grübelgedanken und Zwangs-Gedanken.

00:01:20: und halt diesen körperlichen Symptomen – unnatürlich der Angst!

00:01:25: Dass im Körper alles kribbelt, unruhig ist, drückt... Also es ist nicht schön, man möchte's einfach nur weghaben und dass man sich nicht ablenken darf.

00:01:38: Das hat zwei Seiten.

00:01:39: Das weiß ich mittlerweile und das möchte ich dir halt in dieser Folge auch mal sagen, weil Ich bin der ganz klaren Meinung und ich habe mittlerweile mit über tausend Menschen gesprochen die dieses Problem halt haben Und ich weiß dass Ablenkung in gewisser Weise doch sehr positiv sein kann und das möcht ich dir hier nahe bringen.

00:01:57: Anlass ist nämlich da sich die letzten tage Mit einem sehr netten menschen mit dem ich zusammen arbeite Der im vorruhrstand ist gesprochen habe Und ihm macht die viele freie Zeit, die er jetzt hat arg zu schaffen.

00:02:14: Weil ihm eben die Ablenkung fehlt und deswegen nehme ich das mal als Anlass.

00:02:19: Das ist nämlich so ein generelles Problem auch bei Betroffenen was es mit der Ablenkung auf sich hat und dass sie richtig gesehen und richtig ausgeführt doch sehr positiv sein kann.

00:02:31: So und jetzt gehen wir nochmal zurück zu dem ursprünglichen Ansatz den viele Coaches und Therapeuten haben und bloß nicht ablenken.

00:02:40: Und Menschen, die das befolgen wie ich auch relativ lange Zeit haben ein Gefühl von Überforderung wenn sie ständig ihre Symptome vor sich haben und fühlen und eigentlich nichts anderes mehr erleben als ihre eigenen negativen Symptomen oder die Symptone diese in dem Moment für negativ halten die einfach nicht schön sind.

00:03:05: Und Sie haben diese stille Erwartung, wenn sie nur lang genug hingucken.

00:03:10: Wenn ich es richtig mache müsste es doch besser werden und das tut's nicht.

00:03:19: also der klassische Ansatz und seine Grenzen Diese Art der Konfrontation Das ist es ja im Endeffekt wenn ich mich nicht ablenken darf sondern dieser Symptome beobachte Fühle und Aushalte.

00:03:36: Also das ist auch nicht falsch, ich möchte es nur einfach differenzierter darstellen.

00:03:42: In der Realität ist das dann so du erlebst kurzfristige Schwankung.

00:03:46: Es wird schon mal ein bisschen besser wenn man so richtig fühlt anstatt dagegen kämpft.

00:03:53: Das ist ja auch richtig so aber oft gibt es keine nachhaltige Erleichterung sodass man nach ein paar Tagen nur beobachten und nur nicht ablenken ernüchtert feststellt dass kann auch nicht der Weg sein.

00:04:08: dann steigt der Frust und der Druck.

00:04:11: Und du denkst, warum funktioniert es bei mir nicht?

00:04:15: Dabei wurde mir doch von meinem Therapeuten gesagt, lenkt dich nicht ab!

00:04:22: Ich setze dem entgegen.

00:04:24: als wichtige Erkenntnis bei mir aber auch bei vielen anderen dieser Dauerfokus, der verstärkt oft die Wahrnehmung dieser nicht schönen Symptome.

00:04:38: Deswegen möchte ich unterscheiden zwischen ungesunder Ablenkung und ablenkung, die durchaus gut tut.

00:04:49: Die ungesunde Ablenkung ist zum Beispiel du stürzt dich eben um die Symptome nicht fühlen zu müssen in Dinge wie exzessiver Sport oder du betäubst dich mit Alkohol, mit kurzfristig wirkenden Medikamenten Du rufst jemandem an weil das Gespräch mit ihm dich beruhigt.

00:05:14: Ja, das sind Ausflüchte, das ist eine Ablenkung die dir eine kurzfristige Erleichterung geben aber danach wenn dieser Effekt wieder nachlässt diese sogenannte Co-Regulation dann erlebst du wieder einen langfristigen Rückschlag.

00:05:30: Das bringt also nicht langfristig etwas das es nur ein bisschen Dopamin zur derzeit in der Du's wirklich gebrauchen kannst.

00:05:38: Mach doch mal fällt mir in dem Zusammenhang ein, den Nervensystem checkt.

00:05:43: Das ist ein kleines Quiz das ich erstellt habe es auch komplett kostenlos indem du selber mal dich und dein Verhalten überprüfen kannst und als Ergebnis bekommst du innerhalb von wenigen Minuten auch sofort angezeigt warum du in dieser Spirale feststeckst.

00:05:59: wenn du feststeckt machtes Mal!

00:06:02: Du findest den Link in der Beschreibung.

00:06:05: Kostnex ist auch anonym und bekommt's auch in wenigen minuten wie gesagt direkt ein Ergebnis.

00:06:13: Dann gibt es die Ablenkung, die nicht Flucht ist sondern Fokus lenken und das ist nämlich das was ich als gesunde sinnvolle Ablenkungen auch bei Ängsten und Innerer Unruhe empfehle.

00:06:31: Und zwar wenn du deinen Alltag aktiv gestaltest.

00:06:36: Du gehst deiner Arbeit nach oder deinem Hobby oder auch kleineren Aufgaben, je nachdem welcher Situation du bist.

00:06:44: Kann ja sein dass du krank geschrieben bist, dass du arbeitslos bist und in Rente bist – was auch immer!

00:06:52: Dann brauchst Du natürlich eine andere Beschäftigung als die Arbeit aber die brauchst du weil so ein Lehrer unstrukturierter Tag ist nicht förderlich wenn man innerlich immer Symptome hat die man weg haben möchte.

00:07:07: das hilft nicht.

00:07:10: Und dieses Fokus lenken Als gesunder Ableckungsform, wie ich es empfehle.

00:07:17: Bedeutet du konzentrierst dich auf dein Tun und deine Beschäftigung während die Symptome im Hintergrund da sein dürfen.

00:07:27: Du nimmst sie also mit!

00:07:29: Du kämpfst nicht gegen sie – das ist Grundregel Nummer eins.

00:07:32: Die Symptomen nicht bekämpfen dann werden sie noch stärker.

00:07:35: Die wirst du so nicht los Aber du nimmst sie auch nicht in deinen Hauptfokus.

00:07:43: Und das kannst Du Dir auch so vorstellen, wie ein Scheinwerfer zum Beispiel von deinem Auto einen sehr heller starker Scheinwärfer der Deine Aufmerksamkeit repräsentiert und den richtest Du nicht mehr auf deine Symptome aus sondern auf das was Du tust.

00:08:06: Das geht nicht den ganzen Tag schon klar.

00:08:08: Zwischendurch sind die Symptome einfach auch mal sehr stark und im Vordergrund, das dürfen sie auch sein!

00:08:13: Das ist nicht schlimm aber dein Hauptfokus gilt deine aktuellen Aufgabe und dann deiner nächsten Aufgabe.

00:08:23: Und zwischendürch kannst du gerne mal auch deine Symptomen in den Fokus nehmen, aber nicht den Ganzen taglang.

00:08:30: Und dass halte ich für eine sehr sinnvolle Art der Ablenkung oder sagen wir besser Beschäftigung.

00:08:41: Noch ein Beispiel, eine Metapher die vielleicht ganz anschaulich ist.

00:08:47: stell dir vor du sitzt im Kino und der Film der da vorne läuft wegen dem gehst du ja in das Kino aber du kannst dich so schwer auf diesen Filmen konzentrieren weil Du hast in Deinem Körper noch einen anderen film laufen nämlich die Angst oder die Unruhe.

00:09:10: Und hier hast du die Schwierigkeit, dass du gar nicht so richtig weißt was sollst du denn jetzt hier beachten?

00:09:17: Was ist denn jetzt stärker?

00:09:19: Was wirkt stärker auf dein Nervensystem?

00:09:22: und hier ist es wichtig, dass Du lernst den Film in dir, den Du spürst der sehr unangenehm ist, der deine volle Aufmerksamkeit haben möchte Dass Du den da sein lässt weil Du ihn überhaupt nicht stoppen kannst.

00:09:39: Das geht in dem Moment ja gar nicht, der ist ja nur mal da.

00:09:43: aber der Film, der vor dir läuft weshalb du Eintritt bezahlt hast den kannst du auch nicht stopfen.

00:09:49: also kannst du dich dafür entscheiden nach vorne zu gucken also wie diesen Scheinwerfer auszurichten und den film indien drin in den hintergrund zu verschieben.

00:10:00: Und das ist Trainingssache!

00:10:02: Das geht...das ist immer noch unangenehm.

00:10:07: klar Die Angst in dir ist unangenehm, die will ja etwas bewegen.

00:10:13: Aber du hast die Entscheidung und mit der Übung dann auch die Kraft wie du deinen Fokus lenken kannst.

00:10:22: Nämlich auf das hier und jetzt und dass auf das du deinen Focus gerne lenken möchtest.

00:10:28: Das heißt dein eigener Wille spielt eine Rolle und das ist nun mal der Kinofilm für den Du Eintritt bezahlt hast!

00:10:37: Ich möchte dir also auf jedem Fall empfehlen, dass du dir eine Tagesstruktur baust wenn du sie nicht hast und viele mit denen ich zu tun habe die auch die Angst Toolbox gebucht haben.

00:10:51: Und mir mit mir persönlich zusammenarbeiten!

00:10:54: Ich biete ja auch die angst toolbox mit meiner Begleitung an.

00:10:57: dann tauschen wir uns einmal die Woche per WhatsApp aus funktioniert wunderbar und am Anfang haben diese Menschen oft eine komplette Lehre Zu viel Zeit, weil sie vielleicht gerade krank gestrieben sind oder weil die in Rente sind.

00:11:12: Das ist ja auch völlig in Ordnung.

00:11:14: aber diese Zeit dieser liebe lange Tag der auch an sich dann Angst macht, weil er eben so unstrukturiert morgens dasteht und keinen Halt bietet.

00:11:26: Der bietet viel zu viele Möglichkeiten zum Grübeln Und das ist nicht gut.

00:11:31: also es ist jetzt nicht schädlich Aber es ist nicht angenehm und warum sollte man's dann tun?

00:11:36: Und deswegen ist die Lösung eine bewusste Tagesstruktur.

00:11:41: Du musst dir diesen, wenn du in der Situation bist den Tag nicht vollstopfen mit lauter Dingen nur damit du deine Deine Symptome nicht fühlen musst.

00:11:51: Nein das nicht!

00:11:52: Das wäre dann negative Ablenkung.

00:11:54: Es geht um mentale Füllung.

00:11:57: Oh ja blödes Wort, mentale füllung.

00:11:59: was meine ich da mit?

00:12:00: dass du deinem Kopf eine Beschäftigung, einen Fokus gibst.

00:12:04: Etwas Sinnvolles das dir idealerweise auch Spaß macht und ich habe das selber erlebt Ich hab selber mir Beschäftigungen gesucht und es dauert seine Zeit.

00:12:14: Man kann nicht einfach so ein Hobby aus der Hüfte schießen was einem dann plötzlich die Angst nimmt.

00:12:18: Das funktioniert natürlich nicht!

00:12:20: Das kommt mit der Zeit Und das mache ich auch Mit meinen Teilnehmern zusammen Dass wir individuell die Situation uns anschauen Das Leben umstrukturieren in die richtige Richtung.

00:12:36: Und für dich bedeutet das kleine Schritte Reichen am Anfang, mach mal eine Sache am Tag mehr wenn du diese Lehre dieser Langeweile diese grübel Zeit zu viel hast.

00:12:49: Mach eine Sache pro tag mehr Die dir eine gewisse gesunde Ablenkung also eine Umlenkung des Fokus ermöglicht.

00:12:59: Also abschließend Geht es nicht darum, perfekt mit der Angst umzugehen?

00:13:06: Da ist ja auch jeder ein bisschen anders.

00:13:09: Sondern und das ist meine Kernaussage in dieser Folge.

00:13:15: Lebe dein Leben trotz der Angst und gestalte es aktiv!

00:13:21: Die Angst wird zwar noch eine Zeit lang mitfahren aber du sitzt wieder am Steuer.

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