#040 Angst & Panik: Diese Übung programmiert dein Gehirn neu (auch bei Zwangsgedanken)
Shownotes
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Vielleicht kennst du das: Ein Gedanke, ein Körpersymptom oder innere Unruhe reichen aus – und dein ganzes System fährt hoch. In dieser Folge erfährst du, warum Grübeln, Kontrollieren und Wegmachen dein Nervensystem oft noch sensibler machen. Ich zeige dir eine einfache Übung, mit der du alte Angstmuster bewusst unterbrechen und deinem Gehirn Schritt für Schritt wieder Sicherheit vermitteln kannst.
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ÜBER DIESEN KANAL:
Ich bin Axel – psychologischer Berater und vorher selbst achteinhalb Jahre in der Angststörung gewesen. Ich spreche über das, was wirklich hilft – nicht als Theorie, sondern aus eigener Erfahrung und aus hunderten Gesprächen mit Menschen, die genauso feststecken wie ich es tat.
Alle Inhalte dienen ausschließlich Informationszwecken und ersetzen keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. Bei akuten Beschwerden wende dich bitte an einen Arzt oder Therapeuten.
Transkript anzeigen
00:00:01: Die meisten Menschen versuchen, Angst und Grübelgedanken irgendwie wegzubekommen.
00:00:06: Und trainieren ihrem Gehirn damit oft unbewusst noch mehr Alarm an!
00:00:11: In dieser Folge zeige ich dir eine einfache aber erstaunlich kraftvolle Übung mit der du deinem Nervensystem Schritt für Schritt wieder Sicherheit beibringen kannst.
00:00:25: Hallo hier ist Axel.
00:00:27: in diesem Podcast teile Ich meine Erfahrung mit Angststörung Panikattacken und Burnout.
00:00:33: Ich verstehe, was du durchmachst.
00:00:34: Du bist nicht allein.
00:00:36: Gemeinsam finden wir deinen Weg zur Innerer Freiheit und mehr Lebensfreude.
00:00:46: Kennst du diesen Moment in dem ein Gedanke auftaucht?
00:00:50: Und dein ganzes Nervensystem sofort Alarm schlägt!
00:01:09: Laut der verschiedenen Bäumen stark verästelt, dicht mit einigen Wegen dazwischen.
00:01:15: Also den Nervenbahnen und jeder Angstgedanke läuft immer wieder denselben Trampelfahrt entlang.
00:01:23: Und wenn es immer wieder derselbe ist dann wird da im Laufe der Zeit einen sehr breiter Weg, also haben wir mal eine Autobahn draus um das mal etwas bildlich zu machen, um etwas zu übertreiben.
00:01:37: Das heißt dieser Weg, diese Autobahn wird dann immer wieder von dir benutzt in deinem Gehirn.
00:01:44: Das heißt du reagierst im Endeffekt immer gleich auf Gefahr oder auf gefühlte Gefahr und das sind dann neuronale Verknüpfungen die sich quasi festfahren und sehr lange bleiben können wenn du es nicht aktiv versuchst zu beeinflussen.
00:02:03: und das wollen wir ja in dieser Übung jetzt machen.
00:02:06: Die gute Nachricht ist nämlich, das Gehirn ist neuroplastisch.
00:02:10: Hast du vielleicht schon mal gehört?
00:02:11: Neuroplastizität.
00:02:14: Es kann also umlernen neue Nervenbahnen Also neue Wege in diesem Wald bilden und die alten eingefahrenen Wege langsam zurückbauen.
00:02:26: Und diese neuen Wege entstehen durch Wiederholung.
00:02:29: Das ist ganz wichtig!
00:02:31: Nicht immer durch neue Impulse oder Reize.
00:02:34: Ganz wichtig Und das betone ich hier an der Stelle, weil in meinem Online-Programm der Angsttoolbox immer wieder klar mache und mit vielen Teilnehmern zu denen ich persönlichen Kontakt habe.
00:02:53: Dass das Wiederholen von neuen Mustern das Gehirn zum Neubilden, zum Neustrukturieren hilft.
00:03:06: Die meisten Betroffenen machen es nämlich so die spüren eine Unruhe, eine Angst vielleicht ne Panik aufkommen und flüchten dann immer gewissermaßen.
00:03:18: Das heißt sie googeln oder betrinken sich oder lenken sich anders ab wobei Ablenkung hast du vielleicht in einer meiner letzten Episoden auch gehört finde ich grundsätzlich ne ganz gute Sache.
00:03:30: vielleicht nicht beaufkommende Angst aber in anderen Situationen kannst ja gerne mal anhören Was ich hier in dieser Folge ansprechen möchte, dass dieses Fliehen vor den Symptomen ja nicht dazu führt, dass diese Symptome wegbleiben.
00:03:48: Sondern ganz im Gegenteil das Nervensystem lernt dadurch immer mehr und verfestigt quasi diesen Weg.
00:03:54: okay gut da sich jetzt geflüchtet bin, dass ich jetzt gegoogelt habe, dass Ich jetzt ein Bier getrunken habe, Dass ich jetzt jemanden angerufen habe was auch immer weil der war ja scheinbar wirklich Gefahr Und dadurch wird dieser Weg halt ausgebaut und nicht zurück gebaut.
00:04:10: Deswegen gebe ich dir jetzt hier eine kleine praktische Anleitung, wie du dich beim nächsten Mal verhältst wenn Angst aufkommt.
00:04:23: Schritt eins Du bemerkst den Trigger Das heißt du machst dir bewusst Ah mein System ist gerade angesprungen!
00:04:33: Das ist wirklich wichtig dass du in dem Moment dir das klar machst.
00:04:37: Das kannst du dann auch sagen, ah da ist mein Nervensystem wieder.
00:04:42: Da möchte meine Angst jetzt wieder kommen.
00:04:45: Das ist blöd wenn du das so zu dir sagst aber das hat die Wirkung dass du dich ein bisschen distanzierst von diesem Gefühl was in dir aufkommt.
00:04:55: Schritt zwei ganz wichtig Nicht sofort reagieren Kein googeln kein grübeln kein inneres wegmachen.
00:05:05: Du lässt dieses Gefühl Einfach da sein.
00:05:12: Dann Schritt drei, du fragst dich wie würde ich jetzt reagieren wenn ich mich gerade sicher fühlen würde?
00:05:22: Das ist also ein Perspektivwechsel.
00:05:26: Du betrachtest diese Situation mal mit noch mehr Abstand.
00:05:31: Wie würde ich dann jetzt reagiert?
00:05:33: und dann schaust du mal um dich herum Und stellst fest eigentlich is grade nichts gefährlich Es ist nur das Gefühl in dir.
00:05:45: Der Schritt vier ist Schultern lockern, langsame atmen und ganz bewusst sitzen oder stehen bleiben.
00:05:58: Und ganz wichtig versuche bitte nicht die Angst wegzumachen – oder die innere Unruhe, die aufkommende Panik was sich gerade zeigt!
00:06:09: Lass es einfach da sein und sag damit deinem Gehirn Es ist grade keine Gefahr da Also auch keine Flucht notwendig.
00:06:26: Was nämlich wirklich passiert in dem Moment, dass du Angst hast vor deiner eigenen Reaktion?
00:06:38: Dass du Angst hasst von dem was kommt.
00:06:42: und manchmal haben Betroffene in dem moment Angst verrückt zu werden oder umzufallen oder was auch immer.
00:06:49: Und all das passiert nicht.
00:06:52: Es ist nichts anderes als eine innere Unruhe Eine Emotion die durch den Sympathikus, also den aktivierenden Teil des Nervensystems jetzt gerade aufkommt.
00:07:09: Und das ist eine normale, eine durchaus gesunde Funktion.
00:07:16: aber wenn sie natürlich zu oft passiert dann ist sie extrem belastend.
00:07:21: völlig klar Dein Weg beim nächsten Mal ist diese Situation mit etwas mehr Abstand und etwas bewusster wahrzunehmen.
00:07:33: Und nicht zu bewerten, und nicht in die Vergangenheit abzudriften mit deinen Gedanken oder auch nicht in Zukunft.
00:07:41: Sondern bleib in dem Moment beim Moment und betrachte dich von außen und werte dir im Klaren darüber.
00:07:49: da ist jetzt keine Gefahr es ist nur ein Gefühl!
00:07:55: Wenn das für Dich schwierig ist wie gesagt probier's bitte erst mal aus.
00:08:01: Oft bleibt es nämlich bei der Theorie, dass Betroffene das zwar hören und dann auch denken ja, das klingt gut.
00:08:10: Aber da nicht wirklich praktizieren.
00:08:12: Und wie gesagt durch Wiederholung muss das auch öfter mal machen aber wenn das für dich schwierig ist.
00:08:19: ich unterstütze hier mit der Angst Toolbox.
00:08:21: Das is mein Online-Programm Für Menschen Mit einem chronisch überlasteten Nervensystem und das sind drei Phasen und Wenn du möchtest begleite Ich Dich dabei auch persönlich.
00:08:33: Du kannst aber zuallererst und das geht innerhalb von wenigen Minuten, ist komplett kostenlos.
00:08:38: Und schnell gemacht mal einen Nervensystem Check machen.
00:08:43: Den Link findest du in der Beschreibung?
00:08:45: Dann kannst du zumindest mal für dich rausfinden Warum du feststeckst und warum vielleicht bisherige Maßnahmen Dich einfach nicht weitergebracht haben.
00:08:57: Schau einfach mal rein Ist wie gesagt kostenlos.
00:09:01: So?
00:09:01: die Kernaussage von dieser Folge ist dass du mehr und mehr versuchen solltest, aus der Gedankenebene rauszukommen.
00:09:13: Nicht mit deinen Gedanken, mit deinem Präfrontalkortext, der ja fürs logische Denken zuständig ist das Problem zu lösen sondern es muss tiefer gehen.
00:09:24: Dein Nervensystem ist viel mächtiger Und das Nervensystem lernt durch Wiederholung und durch Sicherheit die man ihm gibt.
00:09:38: Nicht Perfektion verändert das Gehirn, sondern dass du ins Handeln kommst.
00:09:44: Dass du es tust und es nicht nur bei der Theorie bleibt, dass du regelmäßig Podcasts und YouTube-Videos guckst und dir Sachen durchliest am besten noch googlst – das beunruhigt dein Nervensystem mit Garantie immer mehr!
00:10:01: Aber natürlich verstehst Du die Dinge, da gehe ich mal von aus.
00:10:03: Wichtig ist, Einige davon auch umsetzt, wie zum Beispiel diese kleine Übung in dieser Episode.
00:10:11: Also Wiederholung!
00:10:13: Und wenn du das machst, pö apö wird jedes Bewusste nicht auf der Autobahn entlang gehen in diesem Wald – ein neuer kleiner Pfad und das ist dann neuronale Plastizität.
00:10:29: Das wirst du merken indem es dir pöapö besser geht, indem direkt panisch reagierst.
00:10:38: Das kann alles seine Zeit dauern, aber du wirst merken dass sich was verändert.
00:10:44: deswegen bleibt dran.
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